Die Freiheit, die ich meine

„Die Freiheit, die ich meine“ ist ein Projekt zur politischen Bildung, das sich an den Bedürfnissen muslimischer Mädchen und Frauen orientiert und sich gegen Muslimfeindlichkeit und religiösen Fanatismus wendet.

Die öffentlichen Debatten zu den Themen Islam und Migration polarisieren seit Jahrzehnten große Teile der gesellschaftlichen Mitte. Viele Menschen aus der sogenannten „Mehrheitsgesellschaft“ stehen Muslim*innen und Menschen mit Migrationsgeschichte misstrauisch bis ablehnend gegenüber. Das ständige Gefühl, als „anders“ markiert zu werden und nicht wirklich dazu zu gehören, kann dazu führen, dass Muslim*innen in Bezug auf ihre Identität und Zugehörigkeit verunsichert sind und sich zurückziehen.

Extreme Rechte und Islamist*innen nutzen Ängste und Vorurteile für Hass und Hetze, um die Gesellschaft weiter zu spalten. Gerade muslimische Mädchen* und Frauen* werden dabei allzu oft objektiviert und als Aushängeschild für die eine oder andere Ideologie missbraucht. Wir stellen uns dem entschieden entgegen und packen Muslimfeindlichkeit, religiösen Fanatismus und Antifeminismus an ihren Wurzeln!

Mit Herz und Verstand arbeiten wir an der Basis, reden mit den Menschen und schaffen geschützte Diskussionsräume, in denen auch heikle Themen angesprochen und diskutiert werden können. Wir möchten muslimische Mädchen* und Frauen* dazu ermutigen, ihren eigenen Weg nicht nur zu finden – sondern auch zu gehen! Gleichzeitig laden wir die „Mehrheitsgesellschaft“ dazu ein, sich aktiv mit bestehenden Vorurteilen gegenüber Muslim*innen in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Unser Programm richtet sich dabei insbesondere an muslimische Mädchen* und Frauen*, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind. Hierzu zählen wir auch Nicht-Musliminnen*, die durch Fremdzuschreibungen als Musliminnen markiert werden. Nicht nur Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen bezüglich ihrer (vermeintlichen) Religionszugehörigkeit stellen unsere Zielgruppe vor große Herausforderungen, auch Rassismus, schwierige sozioökonomische Umstände, ein patriarchales oder ein bildungsfernes Umfeld sind Hindernisse für eine freie Lebensgestaltung.

Mit unserem vielfältigen Bildungsprogramm unterstützen wir die Mädchen* und Frauen* dabei, diesen Herausforderungen selbstbewusst und eigenständig zu begegnen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Wir bestärken sie darin, zu überzeugten Botschafterinnen für Vielfalt, Toleranz, Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie zu werden.

Mehr über Die Freiheit, die ich meine finden Sie auf auf der Website 7xjung.de:

 

gefördert von:

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sind Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus sowie bei CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit.

 

 

 

 

 

 

Für das Projekt Die Freiheit, die ich meine wurde Gesicht Zeigen! mit dem Phineo Wirkt-Siegel, dem Hatun-Sürücü-Preis 2020 und dem Erika-Heß-Preis 2019 ausgezeichnet.

Phinep Wirkt-Siegel