Online Fachtag „Standhalten. Vernetzen. Gestalten.“

Der Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention lädt ein
Beginn:12.11.2026 | 10:00 Uhr
Ende:12.11.2026 | 16:00 Uhr
Ort:Online über Zoom

Wir laden Sie herzlich zum Online Fachtag des Kooperationsverbundes Rechtsextremismusprävention (KompRex) am 12. November 2026 ein. Der Fachtag findet unter dem Motto: „Standhalten. Vernetzen. Gestalten. Strategien gegen Rechtsextremismus.“ statt.

Rechtsextremismus ist eine massive Bedrohung für ein demokratisches und vielfältiges Zusammenleben. Die extreme Rechte hat in den vergangenen Jahren ihre politische Macht immer weiter ausgebaut, beeinflusst Debatten bis in die Mitte der Gesellschaft und setzt demokratische Institutionen unter Druck. Auch die Wahlen im September stehen im Zeichen dieser Auseinandersetzung.

Im Mittelpunkt des Online-Fachtags des Kooperationsverbundes Rechtsextremismusprävention (KompRex) steht die Analyse der Wahlergebnisse im September, insbesondere das Abschneiden der extremen Rechten. Zum Einstieg ordnet Dr. Felix Schilk (Universität Tübingen) die Ergebnisse ein und fragt nach den politischen Folgen. Wo liegen die größten Herausforderungen – und wo müssen wir jetzt ansetzen?

Mit der österreichischen Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl, Timo Reinfrank (Amadeu Antonio Stiftung), Andrea Hübler (RAA Sachsen) und Romy Arnold (MOBIT Thüringen) wollen wir die Debatte vertiefen. Gemeinsam wollen wir aus verschiedenen Perspektiven untersuchen, was die neue Situation etwa für die zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und für die Beratung von Opfern rechtsextremer Gewalt bedeutet. Und auch fragen: Was können wir in Deutschland aus den Erfahrungen in Österreich mit einer starken rechtsextremen Partei lernen?

Doch Analyse allein reicht nicht, wir möchten auch gemeinsam konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickeln: Praxisorientierte Workshops befassen sich anschließend mit Resilienz in herausfordernden Zeiten, wirksamer Kampagnenarbeit, dem Umgang mit türkischem Rechtsextremismus, dem Einsatz von KI in der Projektarbeit. Ein Workshop der „Radikalen Töchter“ vermittelt mehr Mut für unsere Arbeit.

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte und Engagierte aus der Rechtsextremismusprävention und Demokratieförderung sowie aus Zivilgesellschaft, Initiativen und Verbänden.

Der Kooperationsverbund Rechtsextremismusprävention (KompRex) mit seinen sechs Trägern stellt sich der extremen Rechten entgegen und befasst sich mit ihren unterschiedlichen aktuellen Facetten und Erscheinungsformen. KompRex ist eine zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für alle, die sich mit Rechtsextremismus auseinandersetzen. Die beteiligten Träger bearbeiten jeweils eigene Themenschwerpunkte: Zivilgesellschaft, Jugend- und Sozialarbeit, Kirche, Familienberatung, Justiz, Wirtschaft und türkischer Rechtsextremismus. Sie bieten Beratung, aktuelle Analysen und Weiterbildungen an.

Alle Infos zum Programm finden Sie in Kürze hier.

Die Anmeldung wird ab Oktober hier möglich sein.

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Gesicht Zeigen! ist Mitglied im Kooperationsverbund „Kompetent in der Rechtsextremismusprävention“ (KompRex). Zu dem seit Januar 2025 bestehenden Verbund gehören außerdem die Amadeu Antonio Stiftung, der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V., die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus (in Trägerschaft von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.), Cultures Interactive e. V. und das Lidice Haus Jugendbildungsstätte. Der Zusammenschluss wird durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Programmbereich Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert.