Schirmherrschaft
Seit Juli 2006 ist Gerhard Schröder Schirmherr von Gesicht Zeigen!
Wir freuen uns sehr, dass er nach dem Tod unseres langjährigen Schirmherrn Johannes Rau dieses Amt übernimmt. Gerhard Schröder steht für die Initiierung der Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus, die eine konsequente Arbeit gegen Rechtsextremismus und für Toleranz und Demokratie erst ermöglichte. Als Bundeskanzler rief er im Jahr 2000 den „Aufstand der Anständigen” aus, der eine Welle des zivilgesellschaftlichen Engagements auslöste. Wir freuen uns auf die tatkräftige Unterstützung und auf spannende, gemeinsame Projekte!
Statement Gerhard Schröders zur Schirmherrschaft
Es ist für mich eine Ehre, Schirmherr des Vereins „Gesicht Zeigen!” zu werden.
Zum einen, weil ich die Ziele des Vereins, den Kampf gegen rechte Gewalt und Rassismus und das Eintreten für ein weltoffenes Deutschland, für ungemein wichtig halte. Zum anderen ist es für mich sehr bewegend, diese Schirmherrschaft in Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau übernehmen zu dürfen.
Wir müssen jeder Form von Ausländerfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Antisemitismus mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Mit harter Hand des Staates der Gewalttätigkeit der Rechten, der viele Menschen seit 1990 in unserem Land zum Opfer gefallen sind. Aber wir müssen auch die dahinter stehenden Einstellungen und Haltungen in unserer Gesellschaft bekämpfen, weil sie die fundamentalen Grundlagen unseres Zusammenlebens in Frage stellen. Diese Auseinandersetzung betrifft uns alle, fordert den Staat und die ganze Gesellschaft. Denn die eigentlich selbstverständlichen Menschen– und Minderheitenrechte, die Meinungs-, Glaubens– und Religionsfreiheit müssen — leider immer noch –aufs neue verteidigt werden.
Durch Bürger, die nicht wegschauen, wenn Unrecht geschieht, die Zivilcourage im Alltag beweisen. Bürger, die ihre Stimme erheben, wenn Geschichte umgedeutet wird.
Bürger, die nicht akzeptieren, dass es so genannte „No Go Areas” in unserem Land gibt.
Und deshalb werde ich mit aller Kraft diese zivilgesellschaftlichen Initiativen weiter unterstützen.
Johannes Rau hat es auf einer Kundgebung am 9. November 2000 vor dem Brandenburger Tor so umschrieben:
„Wir arbeiten für ein Deutschland, in dem niemand Angst haben muss, ganz gleich, wie er aussieht, ganz gleich, wo er herkommt, ganz gleich, was er glaubt, ganz gleich, wie stark oder wie schwach er ist.”
In diesem Sinne möchte ich als Schirmherr von Gesicht Zeigen! wirken.




