Fortbildung für Kiezmütter

Kiezmütter gehen in die Familien vor Ort und haben direkten Zugang und Einfluss auf das soziale Umfeld von jungen Muslim*innen. Deshalb haben wir für die Kiezmütter im Berliner Bezirk Mitte eine Fortbildungsreihe zur politischen Bildung entwickelt.

In mehreren Seminaren widmen wir uns ähnlichen Themen wie in der Workshopreihe für Schülerinnen: Diversity, Vorurteilsbildung, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Islam in Deutschland, politische Teilhabe auf kommunaler Ebene sowie Anzeichen und Maßnahmen bei Radikalisierungsprozessen von Jugendlichen. Wir machen praktische Übungen und geben ihnen Werkzeuge und Methoden an die Hand für ein demokratisches und friedliches Miteinander im Kiez. Wir schärfen ihren Blick für gesellschaftliche Prozesse und stärken ihre Kompetenzen.

Zudem schaffen wir andere Möglichkeiten und Zugänge für die gesellschaftliche Teilhabe der Kiezmütter durch zahlreiche Exkursionen z.B. in das Deutsch-Historische Museum und ins Jüdische Museum. Am Ende erhalten die Teilnehmerinnen ein Zertifikat.

Seit 2016 nehmen jährlich ca. 60 Kiezmütter zwischen 25 und 62 Jahren an der Fortbildung teil. Die Fortbildung wird auch im Jahr 2018 in Zusammenarbeit mit der Diakoniegemeinschaft Bethania fortgeführt.

Wenn Sie Interesse an einer Fortbildung der Kiezmütter haben oder sich für unser Konzept interessieren, wenden Sie sich gerne an uns!

Wer sind die Kiezmütter?

Das „Kiezmütter“-Projekt im Berliner Bezirk Mitte qualifiziert Frauen ein halbes Jahr lang dazu, als Unterstützerinnen in vorwiegend sozial schwachen Familien mitzuwirken. In den sechs Monaten der Ausbildung nehmen sie unter anderem an Schulungen zu Themen wie kindliche Entwicklung und Erziehung, Kita und Schule, häusliche Gewalt und Ernährung teil. Nach erfolgreichem Abschluss der Kiezmütter-Qualifizierung arbeiten sie als Kiezmütter vor Ort. Sie unterstützen bei Bedarf Familien in ihrem Alltag und bei Behördengängen.