9. Alter Wein in neuen Schläuchen? Autonome Nationalisten

Glat­zen und Sprin­ger­stie­fel waren lange Zeit das Sym­bol für Rechts­ex­tre­mis­ten im öffent­li­chen Diskurs.

Seit gerau­mer Zeit plu­ra­li­siert sich das Erschei­nungs­bild der rech­ten Szene jedoch immer stärker.

Links­au­to­nome Sym­bo­li­ken wer­den umge­deu­tet und an die eige­nen Bedarfe ange­passt. Auch die Ver­hal­tens­wei­sen im öffent­li­chen Raum sind teil­weise kaum mehr von denen der „Lin­ken“ der 80ern und 90ern zu unterscheiden.

Zusam­men­schlüsse die­ser Sorte von Rech­ten nen­nen sich selbst „Auto­nome Natio­na­lis­ten”. Sie ver­su­chen sich z.T. von Par­tei­struk­tu­ren abzu­gren­zen und bil­den eine neue Form der Orga­ni­sa­tion neben den soge­nann­ten „Freien Kameradschaften”.

In die­sem Modul fra­gen wir nach der inhalt­li­chen und orga­ni­sa­to­ri­schen Aus­rich­tung die­ser Grup­pen. Sym­bo­li­sche Aus­drucks­for­men und öffent­li­che Reprä­sen­ta­tio­nen wer­den ana­ly­siert. Schließ­lich geht es auch hier um Gegen­stra­te­gien in jenen Regio­nen und Städ­ten, in wel­chen diese Grup­pie­run­gen eine grö­ßere Rolle spie­len. Hin­ter­grund war, dass in der Region Stol­berg eine sehr aktive Grup­pie­rung „auto­no­mer Natio­na­lis­ten” ihr Unwe­sen treibt.

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