3. Argumentationstraining „Stammtischparolen”

Wer kennt das nicht:

Auf dem Schul­hof, bei einer Fami­li­en­feier oder auf einer Party wer­den Sprü­che gemacht über Aus­län­de­rIn­nen, Juden oder Schwule, auf die man keine schnelle Ant­wort weiß?

Sol­che Sprü­che sind oft aggres­sive und dis­kri­mi­nie­rende, zuge­spitzte und schlag­wort­ar­tig vor­ge­brachte Äußerungen.

Sie wer­den auch als „Stamm­tisch­pa­ro­len” bezeich­net, obwohl sie kein Phä­no­men sind, das nur in der Dorf­kneipe auftaucht.

Paro­len wei­sen bestimmte Merk­male und Funk­tio­nen auf, die es schwer machen, ange­mes­sen zu rea­gie­ren. Der Work­shop zielt dar­auf, die kom­mu­ni­ka­tive Kom­pe­tenz der Teil­neh­me­rIn­nen zu ver­bes­sern. Sie sol­len Selbst­si­cher­heit und Argu­men­ta­ti­ons­fes­tig­keit üben sowie Ein­sicht in die Psy­cho­lo­gie poli­ti­scher Gesprä­che und All­tags­de­bat­ten bekom­men. Beim Argu­men­ta­ti­ons­trai­ning sol­len sie ermun­tert wer­den, zu inter­ve­nie­ren und bei öffent­lich und laut­stark geäu­ßer­ten popu­lis­ti­schen Paro­len ihren Wider­spruch zu artikulieren.

Die Teil­neh­mer und Teil­neh­me­rin­nen sam­meln in einem Brain­stor­ming „Stamm­tisch­pa­ro­len”. Die Merk­male wer­den bespro­chen und die Schwie­rig­kei­ten der Gegen­ar­gu­mente beleuch­tet. In Rol­len­spie­len wer­den die Paro­len dis­ku­tiert. Anschlie­ßend wer­den wir­kungs­volle Hand­lungs­stra­te­gien und Reak­ti­ons­wei­sen gesucht bzw. ausprobiert.

Geklärt wer­den die Psy­cho­lo­gie von Vor­ur­tei­len, Gründe für aggres­si­ves Ver­hal­ten und Auto­ri­ta­ris­mus sowie die Nähe der Paro­len zum Rechtsextremismus.

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