2. Zivilcourage üben!

Die­ser Work­shop rich­tet sich an jün­gere Schü­le­rIn­nen ab der 7ten Klasse und an Grup­pen, die Zivil­cou­rage ganz prak­tisch üben wollen.

Im Mit­tel­punkt steht das Forum­thea­ter, eine Methode, die in den 60er Jah­ren von Augusto Boal zunächst in Bra­si­lien, dann in ganz Süd­ame­rika ent­wi­ckelt wurde.

Im Kern geht es darum, (gesell­schaft­li­che) Miss­stände zu the­ma­ti­sie­ren und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf­zu­zei­gen bzw. poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen her­bei­zu­füh­ren. Schau­spie­le­ri­sche Leis­tun­gen ste­hen hier­bei nicht im Mittelpunkt.

Ver­hal­tens­wei­sen wer­den im „angst­freien Raum” erprobt. Aus­gangs­punkte sind (Konflikt-) Erfah­run­gen der Teil­neh­me­rIn­nen oder fik­tive Sze­nen: eine banale All­tags­si­tua­tion mit einem Opfer, einem Täter oder Täte­rin und mög­li­chen Bünd­nis­part­ne­rIn­nen des Opfers. Die Szene wird durch das Ein­tau­schen oder Erset­zen von Per­so­nen ver­än­dert, die sich anders ver­hal­ten als in der Ursprungsszene.

Ziel des Forum­thea­ters ist es, mög­lichst viele ver­schie­dene Vari­an­ten von bes­se­ren Lösun­gen der in der Aus­gangs­szene vor­ge­stell­ten Kon­flikt­si­tua­tion zu fin­den. Mit die­ser Methode wer­den Lösungs– und Argu­men­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten ein­ge­übt und Mut trainiert.

Auch die Wahr­neh­mung wird auf diese Weise geschult: genauer schauen, genauer hören, das Wahr­ge­nom­mene spü­ren. Zivil­cou­rage üben! war bereits Thema eines Pilot­be­suchs.

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