10. Rechtsextremismus im Fußball
Der DFB positionierte sich immer wieder mit verschiedenen Kampagnen gegen Rassismus. Dazu gehören die Koordinierung und Unterstützung von Fanprojekten oder die Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft „Gewaltprävention”.
Der organisierte Fußball stellt sich zunehmend seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung. Die rote Karte gegen Rassismus beginnt zu wirken – aber reicht ihr Wirkungsgrad tatsächlich schon aus, um seinen dauerhaften Ausschluss zu erzwingen?
Denn rollt erst mal der Ball, schieben die Akteure des runden Leders ihre gut gemeinten Willensbekundungen noch allzu häufig beiseite und lassen somit das nötige Problembewusstsein vermissen. Da werden dann schon mal „100%ige Aggressivität und der bedingungslose Kampf um Ball und Raum bis zur letzten Minute” vom Trainer gefordert, um den sportlichen Gegner „zu eliminieren”, Gegenspieler und Schiedsrichter im „Eifer des Gefechts” menschenverachtend beleidigt sowie rassistische, antisemitische und chauvinistische Parolen von den Zuschauerrängen skandiert, von denen überdies eine hohe Gewaltbereitschaft ausgeht. Rechtsextreme Gruppierungen finden hier ein günstiges Agitations– und Rekrutierungsfeld und nutzen dies verstärkt.
Indem sie vermehrt an der Basis operieren, Vereinsfunktionen übernehmen, als Sponsoren auftreten oder gar eigene Vereine gründen, variieren die Rechten ihre Vorgehensweise zudem auf eine weitere, sehr subtile Art. Thomas Hitzlsperger ist auch aktiver Autor beim „Störungsmelder”-Blog. In diesem Modul steht der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt: er berichtet aus seiner Perspektive und die SchülerInnen stellen spezifische Probleme in ihrer näheren Umgebung heraus. Gemeinsam werden dann Lösungswege, Aktionen und Maßnahmen gesucht bzw. entwickelt, wodurch das Handeln und Agieren der Jugendlichen aktiviert werden kann.




