26.01.2010 — Thema: „Rassismus erkennen — Gegenstrategien entwickeln”

Mode­ra­tor Klaas Heufer-Umlauf zu Besuch in der
Ganz­tags­schule „Am Tier­park” in Staßfurt

Zu Beginn war es Klaas Heufer-Umlauf wich­tig, mit den Jugend­li­chen über eigene Erleb­nisse mit Ange­hö­ri­gen der rech­ten Szene zu spre­chen und even­tu­ell gemachte Begeg­nun­gen gemein­sam zu reflek­tie­ren. Nach die­ser ein­lei­ten­den Runde gaben die Päd­ago­gIn­nen von Gesicht Zei­gen! allen Teil­neh­me­rIn­nen Situa­tio­nen bzw. State­ments an die Hand. Diese soll­ten die Jugend­li­chen mit­hilfe des Rassismus-Barometers beur­tei­len. So war bei­spiels­weise die Frage, ob die Aus­sage „Schwarze kön­nen bes­ser rap­pen als Weiße.“ oder das State­ment „„Isla­mi­sche Fami­lien haben immer min­des­tens vier Kin­der.“ ras­sis­tisch sind.

Im Rah­men der gemein­sa­men Ergeb­nis­aus­wer­tung wur­den – mode­riert von Klaas Heufer-Umlauf – die Merk­male von Ras­sis­mus her­aus­ge­ar­bei­tet und begriff­lich definiert.

Im prak­ti­schen Teil des Work­shops waren die Schü­le­rIn­nen auf­ge­for­dert, in Klein­grup­pen Argu­mente zu for­mu­lie­ren, mit denen sie in exem­pla­risch geschil­der­ten kri­ti­schen Situa­tio­nen gegen Ras­sis­mus und dis­kri­mi­nie­ren­des Ver­hal­ten Ande­rer ein­schrei­ten kön­nen. Die Gegen­ar­gu­mente und erar­bei­te­ten Stra­te­gien wur­den anschlie­ßend der gan­zen Klasse vorgestellt.

Der Tag endete in einer offe­nen Dis­kus­si­ons­runde – die Zeit ver­ging wie im Fluge. Die Zehnt­kläss­le­rIn­nen wünsch­ten sich wei­tere Pro­jekt­tage zum Thema. Beson­ders freu­ten sie sich natür­lich über die Zeit, die der MTV-Moderator sich für sie genom­men hat, um gemein­sam mit ihnen über ein so wich­ti­ges Thema zu dis­ku­tie­ren – und natür­lich über die ergat­ter­ten Autogramme.

Über­sicht der Störungsmelder-Besuche 2009