Projektüberblick
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Medienpädagogisches Projekt 60er Jahre
Die 60er Jahre sind für viele Jugendliche auf den ersten Blick solange vergangen wie das Kaiserreich. Aber natürlich ist in dieser Zeit viel passiert, was uns heute noch betrifft und unseren Alltag prägt. Mode, Protest und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit waren Themen, die viele damals bewegten. Wogegen haben Jugendliche damals protestiert? Was dachten sie über die nationalsozialistische Vergangenheit? Welches Lebensgefühl prägte die 68er? Und was denken wir heute dazu? Jugendliche der 10ten Klasse haben sich auf Spurensuche begeben und Filme über das gedreht, was sie erfahren haben. Zunächst haben sie in Kleingruppen erforscht, was Männer und Frauen, Jugendliche, Schüler/innen und Studenten in dieser Zeit gedacht und erlebt haben. Anhand von Fotos, Filmen und Erlebnisberichten haben sie Hintergründe erarbeitet. Jede Gruppe hat sich ein eigenes Thema ausgedacht und dazu ein Drehbuch geschrieben. Jede/r hat eine eigene Aufgabe übernommen: Videodreh, Moderation, Schauspielen und Schneiden der Aufnahmen. Herausgekommen sind vier Videoclips. Eine Gruppe befasste sich mit der Erziehung in den 60ern und der Prügelstrafe. Eine andere Gruppe drehte eine Talkrunde zum Auschwitzprozess. Auch die Mode der 60er war das Thema eines Filmes. Zwei Mädchen haben ihre Perspektive auf die Zeit von damals und ihre Meinungen zu den 60er Jahren aufgenommen.
Schauspielworkshop
Wer bin ich? Wie bin ich? Wie kann ich sein? Wie will ich sein? Was wünsch ich mir? Diese und andere Fragen haben wir im Dezember 2007 im Rahmen eines Schauspielprojektes mit dem Schauspieler Ivan Vrogc und den beiden 8ten Klassen bearbeitet. Dabei ging es auch darum, zu schauen, wo eigene Kompetenzen liegen, neue Fähigkeiten zu entdecken, die Stärken der Anderen zu bemerken, um dies dann gemeinsam in Form eines Auftrittes zu präsentieren. Ziel war es hierbei nicht, ein vorgegebenes Stück einzustudieren. Vielmehr ging es darum, sich aufeinander einzulassen und gemeinsam etwas Eigenes zu entwickeln. Für alle Beteiligten war es eine neue und positive Erfahrung. Die Schüler/innen erfuhren ihre unterschiedliche Kompetenzen und Eigenschaften als gewinnbringend für das gemeinsame Produkt. Begleitet wurde das Projekt von der Hamburger Fotografin Katarina Ivanisevic.
Hip-Hop Workshop
Im Juni besuchten Schüler/innen der 9ten Klassen einen dreitägigen Hip-Hop Workshop mit den Künstlern Volkan T. und Ceza. Beide sind seit vielen Jahren sehr erfolgreiche Profi-Hip-Hopper und haben mehrere Alben veröffentlicht. Ceza rappt ausschließlich in türkisch, Volkan vorwiegend auf deutsch. Der Workshop fand in Kooperation mit dem Theater „Hebbel am Ufer” statt, das zurzeit Ceza und Volkan für Projekte mit Jugendlichen „gebucht” hat. Hier konnten die Jugendlichen von den Profis lernen, wie man Songtexte verfasst, diese dann auf einen Beat spricht (rappt) und wie Beats im Computer komponiert werden.
Den beiden war es dabei wichtig, zu vermitteln, dass man als Rapper nicht frauenfeindlich, homophob oder anderweitig diskriminierend sein muss, um „cool” zu sein. Die Jugendlichen waren von der Arbeit mit den Künstlern sehr begeistert. Sehr schnell waren die ersten Hemmschwellen abgebaut und die Schüler nutzten die Gelegenheit um möglichst viel von den Rappern zu erfahren. Sie stellten mit Begeisterung ihre eigenen Texte vor und bewiesen ihre Fähigkeiten am Mikrofon. Durch den Workshop ist es gelungen, Vorurteile bei den Schüler/innen abzubauen und neue interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Sie wurden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt und ermutigt, ihre Gedanken und Gefühle auf kreative Weise auszudrücken.
Rechtsradikale Symbole erkennen– Ein Plakat zur Aufklärung an Schulen
So schnell wie sich heutzutage Trends und Mode unter Jugendlichen verändert, differenziert sich auch die rechtsradikale Bewegung immer weiter aus. Rechtsradikale Jugendliche sind von anderen Jugendbewegungen kaum noch zu unterscheiden. Nicht nur Schulen sind mit der immer größer werden Herausforderung konfrontiert, rechtsradikale Einstellungen bei Jugendlichen rechtzeitig zu erkennen und adäquat zu reagieren. Oft fehlt den Lehrkräften die Zeit, sich neben dem Schulbetrieb ausführlich über die Entwicklungen von rechtsradikalen Symbolen, Codes und Marken zu informieren. Aus diesem Grund haben wir ein Plakat entworfen, dass dem Schulpersonal schnell einen Überblick über verbotene und nicht– verbotene Symbole, Codes und Marken verschafft. Das Plakat hilft die Symbole zu erkennen und zu deuten.
Den genauen Termin der Veröffentlichung erfahren sie auf dieser Homepage.









