Konzept
Bei unserer Arbeit geht es darum, Vorurteile zu reflektieren und Diskriminierung zu verlernen. Wir wollen die kommunikativen Fähigkeiten der Schüler/innen erweitern und sie befühigen, Konflikten gewaltfrei zu begegnen. Demokratie und Kooperation werden im Schulalltag erlebt und als Bereicherung erfahren.
Unsere Ziele lassen sich wie folgt aufschlüsseln:
- Eigen– und Fremdgruppenkonstruktionen reflektieren. Vermittlung von Identität als wandelbar, veränderbar, multipel – Vielfalt schätzen lernen
- Diskriminierungskritische Lern– und Lebensräume erfahrbar machen — Diskriminierung verlernen — Irritation von Ungleichheitsvorstellungen
- demokratische und vorurteilskritische Einstellungen und Verhaltensweisen aufgreifen und stärken
- Erweiterung des Vorrats an attraktiven Denk– und Handlungsmöglichkeiten, welche die erlebte Welt strukturieren helfen
- Gemeinsames Erkunden und Erproben von alternativen und attraktiven Denk– und Handlungsweisen in den konkreten Lebenslagen
- Partizipation und Interessenvertretung stärken
- Kommunikations– und Kooperationsfähigkeit stärken
- Gewaltfreies Konfliktverhalten trainieren
Wir beziehen uns bei der Analyse des „Problems” zum einen auf die Forschungsarbeit von Heitmeyer, der das Syndrom der Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit beschreibt, sowie zum anderen auf sozialisationstheoretische und soziologische Erkenntnisse. Dabei vertreten wir die Annahme, dass Ursachen variieren und nur multikausal begründet werden können.
Das Konzept baut auf mehren Säulen auf. Grundlegend ist unser Verständnis der Schule als (Gegen) Sozialisationsinstanz, die mit gezielten Strategien ein diskriminierungskritisches und demokratisches Miteinander fördern kann. Dabei bauen wir zum einen auf kurzfristige Projekte, welche vom Lehrpersonal nach individuellem Ermessen und in Anlehnung an den Rahmenlehrplan unkompliziert genutzt werden können. Das Hauptaugenmerk liegt auf Strukturänderungen in der Unterrichtsgestaltung, welche dauerhaft etabliert werden sollen. Dabei sollen alle Schüler von dem ersten Schultag an von der Schule bestimmte, aufeinander aufbauende Phasen durchlaufen. Die Module umfassen die Klassenstufen 7 – 10. Die Methoden sind so konzipiert, dass sie ohne großen zeitlichen und finanziellen Aufwand umgesetzt werden können.
Ein Schwerpunkt liegt auf interaktiven, handlungs– und produktorientierten Ansätzen.
Gerade Medienpädagogik bietet besondere Potentiale in der Arbeit mit bildungsfernen Jugendlichen. Anstelle dominant kognitiver und methodischer Vermittlung findet eine kreative und mediale Themenbearbeitung statt. Das konkrete und fassbare Ergebnis ermöglicht Erfolgserlebnisse.




