8. März 2010
Daher zogen wir am 8. März Bilanz auf einer großen Pressekonferenz.
Einerseits sind wir froh und stolz, auf 10 Jahre Engagement gegen Rechtsextremismus und für mehr Zivilcourage zurück blicken zu können. Andererseits ist es kein Grund zum Feiern: Unsere Arbeit ist nach wie vor sehr wichtig.

Auf der Pressekonferenz zog Uwe-Karsten Heye zusammen mit Uli Wickert – prominentem Unterstützer der ersten Stunde – gemeinsam Bilanz. Die Gefahr, die von Rechtsextremisten ausgeht ist auch im Jahr 2010 unverändert hoch. Jörg Wanke von der Initiative „Zossen zeigt Gesicht” berichtete von der Arbeit vor Ort. Erst am Wochenende gab es wieder Morddrohungen und Hakenkreuzschmierereien von der in Zossen sehr aktiven rechtsextremen Szene.
Im vergangenen Jahr wurden bundesweit rund 20.000 rechtsextrem motivierte Straftaten gezählt, seit der Wende hat es 149 Todesopfer durch rechtsextreme Gewalt gegeben. Dabei hat sich die rechte Szene gewandelt – sie gibt sich modern, offen und revolutionär. Heye wies darauf hin, dass es gerade der NPD vielerorts gelungen sei, sich gerade bei Jugendlichen durch intensive Jugendarbeit fest zu verankern und forderte einen „Krisengipfel, zu dem Politik, Wirtschaft und Kulturträger gemeinsam aufrufen sollten.“
Auch wenn die großen bundespolitische Wahlerfolge der NPD ausblieb, konnte sie bei Kommunalwahlen in 2009 über 100 Mandate dazu gewinnen und verfügt bundesweit über mehr als 300 Kommunalmandate– auch in Hessen und Nordrhein-Westfalen.
Wir alle sind gefragt, täglich und überall Gesicht zu zeigen!
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24. Februar 2010
Der Tourplan für unser Kindertheaterstück im Rahmen der Internationalen Aktionswochen für Rassismus steht nun fest!
Fünf Tage lang, vom 15. bis 19. März 2010 besuchen Lilly, Can und Fabian gemeinsam mit Professor Uhu GrundschülerInnen in Zossen und Wünsdorf, in Cottbus, Schulzendorf und Rathenow.

Die drei Freunde eröffnen ein eigenes Detektivbüro, um gemeinsam kriminalistische Fälle aus ihrer Umgebung zu lösen. Dabei lernen sie und die jungen ZuschauerInnen auch viel über die Schwierigkeiten des gesellschaftlichen Miteinanders, über Freundschaft und über Streit — den man zu schlichten vermag, wenn jeder tolerant gegenüber dem Anderen und dem Fremden ist. mehr
Dank der freundlichen Unterstützung von VATTENFALL kann Gesicht Zeigen! wieder allen BesucherInnen bei dieser Tour durch Brandenburg freien Eintritt gewähren.
15. Februar 2010
Menschen aus allen Teilen Deutschlands boten den braunen Geschichtsverdrehern am vergangenen Samstag in Dresden die Stirn: Dank der Zivilcourage von 12.000 (!) Engagierten (Quelle: Nazifrei – Dresden stellt sich quer!) gelang es, einen der größten geplanten Nazi-Aufmärsche Europas in Sachsens Landeshauptstadt zu verhindern!
Über Stunden besetzten die Gegendemonstranten Straßen und Plätze in unmittelbarer Umgebung des Neustädter Bahnhofs. Gegen 17.00 Uhr kam die Erfolgsmeldung: die Polizei brach die Nazi-Veranstaltung wegen der Proteste ab.
Dies ist ein großer Erfolg: Noch im letzten Jahr hatten sich etwa 6000 Nazis aus ganz Europa am Naziaufmarsch beteiligt. In diesem Jahr wurden die ca. 5000 Nazis am Marschieren gehindert!
Gesicht Zeigen! ist stolz auf alle couragierten BürgerInnen, die sich am Samstag in Dresden für unsere Demokratie stark gemacht haben und gratuliert dem Bündnis Nazifrei – Dresden stellt sich quer! zu diesem Erfolg!
Wir bleiben dabei: Schöner leben ohne Nazis! Weiter so!
Die Chronologie der Ereignisse wurden von den gut vernetzten Gegendemonstranten natürlich auch getwittert!
Filme und Videos gibt es auch auf youtube – hier einer, der die umzingelten Rechtsextremen am Bahnhof Dresden Neustadt zeigt.
7. Februar 2010
Wie Ihr wisst, soll am kommenden Samstag, den 13.02.2010, eine der größten Nazi-Demos Europas in Dresden stattfinden. Ein breites Aktionsbündnis wird versuchen, dies zu verhindern.
Auch wir von Gesicht Zeigen! rufen alle Menschen dazu auf, sich am 13. Februar 2010 an der Gegendemonstration unter dem Motto „13. Februar 2010 — Erinnern und Handeln” zu beteiligen!
Der empörende Anlass:
Wieder mobilisieren zum 13. Februar 2010 — dem Jahrestag der Bombardierung Dresdens — Rechtsextremisten aus ganz Europa zu einem Aufmarsch. Dieser hat sich in den vergangenen Jahren zum größten europäischen Treffen der Alt– und Neonazis entwickelt.
Das Verwaltungsgericht Dresden hat heute ein seitens der Stadtverwaltung bereits ausgesprochenes Verbot des Naziaufmarsches für unwirksam erklärt. Das nehmen wir nicht hin!
Für alle, die bei der Gegendemo in Dresden nicht vor Ort sein können: Ab sofort besteht auch die Möglichkeit, online gegen den braunen Aufmarsch zu demonstrieren: Gesicht Zeigen! unterstützt das Projekt Schöner leben ohne Nazis von den Netzdemokraten.
Und so funktioniert die Online-Demonstration: Auf der Seite www.schoener-leben-ohne-nazis.de könnt Ihr einfach Euer Foto hochladen und so euer „Gesicht zeigen“. Rund tausend Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands geben den Dresdener Demonstranten jetzt schon Rückenwind. Unabhängig von der politischen Couleur wollen wir Farbe bekennen!
Fahrt nach Dresden! Ladet Euer Foto in die Online-Demo! Denn wir alle wollen: Schöner leben ohne Nazis!
Ein Projekt der Netzdemokraten zusammen mit Gesicht Zeigen!
Schöner Leben ohne Nazis bei Facebook
5. Februar 2010
Die NPD darf ihre Schulhof-CD weiterhin legal verbreiten.
Die CD dient oft über das Vehikel Musik als „Einstiegsdroge” in die rechte Szene. Viele Jugendliche kommen über die Musik erstmalig in Kontakt mit der rechten Szene. Die NPD verteilt seit 2004 auf Schulhöfen kostenlos CDs mit Liedern, in denen Elemente der NS-Ideologie verbreitet werden.
Jetzt hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien einen Antrag des Landeskriminalamtes Niedersachsen abgelehnt, die CD zu indizieren. Das heißt diese CD bleibt legal.
Gesicht Zeigen! empfiehlt eine sehr gute Argumentationshilfe gegen die CD und ihre Inhalte!